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"Mensch ärgere Dich nicht": Das Spiel der Spiele startete seinen Siegeszug in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs"

03.02.2010

Selbst an seinem 95. Geburtstag hellte sich die Miene des so finster blickenden Herrn im schwarzen Anzug nicht auf. Obwohl er dazu wahrlich allen und guten Grund hätte. Schließlich steht di...

Selbst an seinem 95. Geburtstag hellte sich die Miene des so finster blickenden Herrn im schwarzen Anzug nicht auf. Obwohl er dazu wahrlich allen und guten Grund hätte. Schließlich steht die knallrote Packung, die so unverwechselbar sein Konterfei trägt, nicht nur in nahezu jedem deutschen Haushalt, sondern hat auch im Bonner 'Haus der Geschichte' einen Ehrenplatz erhalten. Eine schöne Verbeugung vor dem Klassiker, der für viele das Spiel der Spiele schlechthin geworden ist: "Mensch ärgere Dich nicht".

Der Siegeszug dieses berühmten Bestsellers startete vor fast 100 Jahren in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Den Weg dorthin hatte das Spiel mit den bunten Holzkegeln aus den Lazaretten gefunden, an die der Münchner Angestellte Josef Friedrich Schmidt 1914 eine erste Auflage von 3.000 Exemplaren seiner Erfindung verschenkte. Er tat dies sicher aus Solidarität mit den Frontsoldaten, aber auch aus einer gehörigen Portion Ärger heraus: Denn kaufen wollte bis dato seine später als Jahrhundertspiel gefeierte Idee niemand.

Das änderte sich jedoch, als die deutschen Landser nach Kriegsende endlich zu Hause ihre Tornister in die Ecke stellten und auspacken durften. Darin steckte neben vielen Erinnerungen eben auch "Mensch ärgere Dich nicht", das fortan in den Familien von der Nord- bis zum Bodensee mit temporeichem Vorrücken, schadenfrohem Blockieren und mitleidslosem Rausschmeißen für fröhliche Spielerunden sorgte. Sehr zur Freude des Josef Friedrich Schmidt, der zum angesehenen Besitzer eines kleinen Spieleverlags avancierte: Denn nur zwei Jahre nach Beendigung des Ersten Weltkriegs blickte der düstere Herr bereits von mehr als einer Million roter Kartons in die Wohnzimmer der Deutschen. 35 Pfennige musste damals die Spielenation für ein "Mensch ärgere Dich nicht" auf den Kassenteller des Handels legen. Kaum mehr mussten sie damals auch für ein Pfund Zucker bezahlen.

Bis heute dürften fast 70 Millionen Exemplare dieses Spiels, das für viele der Inbegriff des Gesellschaftsspiels und für die meisten "Einstiegsdroge" in die vergnüglich-kurzweilige Spielewelt ist, den Besitzer gewechselt haben. Es gibt hierzulande nur wenige, die sich an langen Winterabenden nicht "süchtig" gewürfelt haben bei der rasanten Jagd mit den farbigen Pöppel über die 40 Kreise auf dem gelben Spielbrett. Über 95 Jahre hat sich "Mensch ärgere Dich nicht" nach diesem Prinzip durchs Leben und in die Herzen der großen und kleinen Spielefans gespielt. Daran wird sich - trotz Video- und PC-Games-Verlockungen - nichts ändern. Im Gegenteil! Der Evergreen im roten Packungskleid ist vital wie eh und je. Im Programm des Schmidt Spiele-Verlags ist der "Senior" ein großes Vorbild für seine Nachfolger: Sie alle sollen jenen großen Spaß am Spielen bringen, für den der Jubilar auch nach fast 100 Jahren garantiert.

FAKTEN rund um das Spiel der Spiele

Der Erfinder: Josef Friedrich Schmidt (* 24.11.1871 in Amberg, † 28.09.1948 in München) entwickelte in einer kleinen Werkstatt in der Münchner Lilienstraße im Arbeiterviertel Giesing ein Spiel, das zum "populärsten Gesellschaftsspiel der Nation" (Der Spiegel, 1987) wurde. "Mensch ärgere Dich nicht" war die Wurzel des Schmidt Spiele-Verlags, der bis 1997 von den Nachfahren des Erfinders geführt wurde. Seit Mitte 1997 gehört die Schmidt Spiele GmbH zur Blatz-Gruppe in Berlin. Seit 1914 wurden annähernd etwa 70 Millionen Exemplare "Mensch ärgere Dich nicht" verkauft.

Das Original: Wie bei einem Rezept, lassen sich auch die "Zutaten" für eine Spielidee nicht schützen. Das ist auch der Grund, warum es weltweit eine Vielzahl von Spielen gibt, die sich (bewusst) an die erfolgreiche "Mensch ärgere Dich nicht"-Idee und -Optik anlehnen. Der Titel "Mensch ärgere Dich nicht" und die unverwechselbare Grafik der roten Packung und des Spielplans jedoch sind geschützt. Die Plagiate haben nie den Erfolg des Originals erreicht, auch wenn die "Mensch ärgere Dich nicht"-Idee keine Grenzen kennt. In der Schweiz ärgern sich die Eidgenossen bei "Eile mit Weile", unterm Eiffelturm würfeln die Franzosen mit "T'en fais pas", die Italiener fragen "Non tarrabiare?", in Spanien nennt sich der deutsche Spielehit kurz "Parchis", die Amerikaner haben daraus "Frustration", die Engländer "Ludo" gemacht. In Holland heißt der Spielehit "Mens erger je niet".

Die Kuriositäten:

  • Der Unterwasser-"Mensch ärgere Dich nicht"-Rekord liegt bei 36 Stunden.
  • Der Rekord im "Mensch ärgere Dich nicht"-Dauerspielen liegt bei 121 Stunden.
  • Das größte "Mensch ärgere Dich nicht"-Spiel misst 6 x 6 Meter.
  • Es gab bereits "Mensch ärgere Dich nicht"-Meisterschaften mit über 300 Teilnehmern.

Die Varianten: "Mensch ärgere Dich nicht" gibt es beim Schmidt Spiele-Verlag in unterschiedlichen Ausführungen (und mit unterschiedlichen Preisen): "Mensch ärgere Dich nicht" die Standardversion für 2 bis 6 Spieler, ca. 14 Euro; im Bring-mich-mit-Format so groß wie ein Taschenbuch, auch in der praktischen Metallbox für unterwegs, beide Ausgaben jeweils ca. 7 Euro; "Mensch ärgere Dich nicht" als Jubiläumsausgabe in seiner klassischen Form mit Figuren und Würfel aus Holz und dem doppelseitigen Spielbrett mit viel Platz zum Rauswerfen, ca. 18 Euro. Seit 2008 gibt es noch mehr Spaß für den Klassiker! "Kick oder Karte" sorgt mit 50 Ärger-, Aktions-, Duell- und Jokerkarten zusätzlich zum Spiel für heitere Spielsituationen, ca. 18 Euro bzw. ca. 7 Euro (nur Ergänzungspackung). Schließlich gibt es in der "Classic Line" von Schmidt Spiele eine "Mensch ärgere Dich nicht"-Ausgabe mit extra großen Spielfiguren aus Holz, ca. 17 Euro und das "SpongeBob Mensch ärgere Dich nicht" mit dreidimensionalen Spielfiguren des beliebten Charakters aus Kunststoff, ca. 28 Euro.

Medienkontakt:
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